Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind natürlich immer möglich.
Pachito – schon beim ersten Blick auf seine Fotos habe ich mich in ihn verliebt. Er ist ein, wie ich finde, total hübsches, freundliches und unglaublich anschmiegsames Kerlchen.
Die ersten Monate seines Lebens hat er auf der Schattenseite verbracht, doch nun soll sich das Blatt endlich zum Besseren wenden. Momentan lebt Pachito in unserem Kooperationstierheim, der L.I.D.A. in Olbia, wo er erst einmal in Sicherheit ist. Doch hier sollte er nur so lange wie unbedingt nötig bleiben, denn in unserem Kooperationstierheim sitzen derzeit ca. 700 Hunde; die Pflegerinnen und Pfleger vor Ort arbeiten rund um die Uhr, finden dabei aber dennoch kaum Zeit, sich um jeden einzelnen ihrer Schützlinge zu kümmern.
Bei unserem Besuch im April 2023 lernten wir den lieben Rüden persönlich kennen. Ein bildhübscher Kerl auf kurzen Beinen, wodurch er die perfekte Größe hat, um überall problemlos mitgenommen zu werden. Pachito ist der letzte der drei Geschwister (Pachina, Pachi und Pachito), der im Tierheim zurückbleiben musste. Seine Geschwister durften bereits ausreisen, nur er muss noch warten, bis auch er endlich entdeckt wird. Dabei ist Pachito einfach nur ein toller Rüde.
Wir machten Bilder und Videos und verbrachten viel Zeit mit ihm bei kleinen Spaziergängen vor der L.I.D.A.. Pachito genoss sichtlich die gebotene Abwechslung und wedelte ununterbrochen vor Freude mit seinem Schwänzchen – immer wieder suchte er den Blickkontakt und drückte sich ein kleines bisschen mehr an uns ran, um noch mehr Streicheleinheiten zu erhaschen. Raus aus dem lauten, unruhigen Gehege und rein ins spannende Abenteuer – zumindest für kurze Zeit durfte Pachito dies erleben und die Dankbarkeit in seinem Blick war einfach nur ergreifend.
Wie sehr wünscht sich der kleine Kerl, endlich den Lärm und die Hektik im Tierheim hinter sich zu lassen, um bei einer lieben Familie ein neues, schöneres Leben zu beginnen. Vermutlich wird auch Pachito, wie die meisten unserer Schützlinge, die direkt aus dem Tierheim kommen, erst einmal zurückhaltend auf all das Neue reagieren. Hier sollten ihm seine Menschen mit dem nötigen Verständnis begegnen und ihm geduldig die Zeit geben, die er benötigt, um sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Doch mit etwas Geduld und den richtigen Menschen an seiner Seite wird aus dem kleinen Rüden ein ganz toller Wegbegleiter werden – daran zweifeln wir nicht.
Vielleicht seid ihr es ja, die Pachito noch all das Schöne zeigen möchten, das er bisher nicht erleben durfte – dann meldet euch bitte bei mir.
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Pachito kann nach Deutschland ausreisen.
Ansprechpartner
Tanja Beer

Vermittlung Hunde
Telefon: (0176) 45 67 84 38
E-Mail: tanja.beer@streunerherzen.com

Rassebeschreibung
Wir stellen vor: Terrier
Terrier auf Sardinien:

Geschichte bzw. Herkunft
Die meisten Terrierarten kommen ursprünglich aus Großbritannien und wurden schon im Mittelalter gezüchtet, um Ratten und Mäuse zu jagen, aber auch, um Dachse, Füchse und Marder aus ihrem Bau zu treiben und ihnen nachzustellen. Der Name Terrier kommt also nicht von ungefähr und leitet sich von dem französischen Wort „terre“ für „Erde“ ab. Denn die meist kleinen bis mittelgroßen Terrier-Rassen mussten auch unterirdisch im Bau jagen, wo sie allein auf sich gestellt unerschrocken handeln mussten.
Rassebeschreibung
Die meisten Terrier-Rassen stammen aus Großbritannien, aus Deutschland kommt beispielsweise nur der Jagdterrier. Aus der ursprünglichen Terrierrasse machte die moderne Hundezüchtung 34 genetisch unterschiedliche Terrierarten. Terrier gibt es in vielen Größen (von 25 bis 60 cm):meist sind sie aber eher kleine Hunde, da sie in den beengten Arbeitersiedlungen Großbritanniens Platz finden mussten. Große Terrier – wie der Airdale-Terrier zum Beispiel – waren mit die ersten Diensthunde, die beim Militär, bei der Polizei oder beim Zoll zum Einsatz kamen.
Der Welthundeverband FCI unterteilt die Terrier-Rassen in 4 Unterkategorien
- Hochläufige Terrier: Große Terrierarten wie z.B. der Airdale-Terrier.
- Niederläufige Terrier: KleineTerrierarten wie der Jack Russel, Foxterrier und die meisten anderen Terrierarten.
- Bullartige Terrier: Sie stammen zum Großteil von den alten Bulldoggen ab wie beispielsweise der Bullterrier. Sie wurden im Kampf gegen Bullen trainiert und gehören teilweise zu den Listenhunden.Mit dem Halten von Listenhunden sind, je nach Land bzw. Bundesland, verschiedene Auflagen verbunden.
- Zwergterrier: Hierzu gehören der Yorkshire-Terrier und andere Miniatur-Terrier.
Rassespezifische Charakterzüge
Terrier sind draufgängerisch, reaktionsschnell, selbstbewusst und gelehrig. Manchmal auch ein bisschen starrsinnig. Sie ordnen sich nicht leicht unter! Als Terrierbesitzer solltest du wissen, dass dein Hund seinen Jagdtrieb ausleben und ihm nachgehen können muss, um glücklich und gesund zu bleiben. Es ist eine große Freude mit Terriern zu arbeiten. Sie sind ihren Menschen treu zugewandt und eignen sich bestens als Familienhunde, wenn man ihre starke Persönlichkeit nicht nur respektiert, sondern sie vielmehr zu schätzen weiß.
Terrier sind im Allgemeinen:
- lustig und aktiv: Terrier lieben das Leben und sind immer für ein Spiel oder ein Abenteuer zu haben. Obwohl es eher kleine Hunde sind, genießen sie ausgedehnte Spaziergänge und viel Bewegung. Mindestens eine Stunde am Tag braucht selbst der kleinste Terrier! Für Fitness-Enthusiasten oder Menschen, die gern Draußen unterwegs sind, ist ein Terrier also ideal.
- mutig und entschlossen: Hartnäckigkeit und Mut zeichnet sie aus, denn diese Eigenschaften brauchen sie auch bei der Jagd!
- unabhängig: und deshalb nicht sonderlich gehorsam. Sie ordnen sich nicht gern unter.
- laut: Terrier wurden darauf getrimmt laut zu bellen, wenn sie unter der Erde auf Jagd waren, damit man sie hört. Unausgelastete und schlecht erzogene bzw. schlecht sozialisierte Terrier können deshalb leider schnell zu lästigen Kläffern werden.
- begeisterte Buddler: Terrier neigen oft zu unerwünschtem Buddeln, das steckt in ihren Genen. Für passionierte Gärtner sind Terrier deshalb keine geeigneten Hunde! Am besten sorgst du dafür, dass dein Hund möglichst in der freien Natur seine natürlichen Buddel- und Jagdinstinkte ausleben kann!
- zerstörerisch: Terrier haben einen starken Reiß- und Zerreißtrieb, wenn dieser nicht richtig kanalisiert wird, kann er für Haus und Grundstück negative Folgen haben! Tauziehen genießen Terrier sehr: Spiele häufig mit einem Zerr-und Reißspielzeug mit ihm!
- zupackend: Zur Jagd ist ein gezielter, starker Biss notwendig. Wenn Terriern allerdings keine Beißhemmung beigebracht wird, dann können sie sich (auch unabsichtlich) stark verbeißen, leider auch in menschliche Gliedmaßen.
- wachsam: Terrier sind nicht nur ständig wachsam, sondern auch in der Lage reaktionsschnell zu handeln. Andere Hunde, Katzen und kleine Tiere werden gern mal angegriffen oder von ihnen gejagt.
Haltungsempfehlung
Passt ein Terrier zu mir?
Ein Terrier passt perfekt zu Dir, wenn:
- Du etwas weniger Platz hast, aber trotzdem einen aktiven Hund haben möchtest.
- Du Hunde magst, die unabhängig sind und vielleicht keine körperliche Zuneigung zeigen, Dir aber trotzdem treue Gefährten sind.
- Dir Lärm nichts ausmacht, denn sie kläffen oft und laut.
- Du gerne mit Deinem Hund spielst und viel draußen in Bewegung bist.
- Du schon ältere, ruhigere Kinder hast, die wissen, wie man mit Hunden Du umgeht.
Denn trotz ihres etwas rauen Charmes zählen Terrier zu den beliebtesten Haus- und Familienhunden!
Terrier in Deutschland:
