Ledo – Ein ♥ kommt in Pflege

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Ledo wurde mit Sicherheit ausgesetzt, weil er untauglich für die Jagd ist. Er erschien eines Abends, auf der Suche nach Futter, auf dem großen Campingplatz in Vignola Baia blu la Tortuga. Für die Mitarbeiter des Campingplatzes war klar, dieser wunderschöne English Setter musste doch irgendwo ein Zuhause haben. Sie fragten in der Umgebung, bei den Behörden, es wurde ein Post auf Facebook verfasst. Doch es geschah nichts. Niemand meldete sich.

Nur bleiben konnte er auch nicht. Die Sommersaison hatte gerade begonnen, niemand würde sich um ihn kümmern können. Also stand man vor der Entscheidung ihn über die Behörden in das staatliche Canile Pippolandia zu bringen. Das Canile Pippolandia ist eines der Canile Lager, wo es weder medizinische Versorgung noch Vermittlungsabsichten gibt. Hunde in diesem Canile leben in winzigen Zwingern und fristen ihr Dasein, ohne jemals eine Chance auf eine Vermittlung zu bekommen. Für Ledo ein Ticket in den sicheren Tod.

Alle die ihn bisher kennengelernt hatten, waren sich einig – der sanfte Ledo würde sein junges Hunde-Dasein für immer in einem Zwinger unter widrigen Umständen fristen müssen. Undenkbar. So wurden wir gebeten Ledo zu übernehmen, und obwohl wir keinen freien Platz für ihn haben, machten wir es alles möglich. Er darf nun auf der Welpenstation leben, bis er sein Für-Immer-Zuhause findet.

Er zeigt sich als Traumhund. Typisch English Setter eben – schön und klug. Er liebt es zu lernen. In kurzer Zeit kann er Sitz und Komm, hört aufs Wort. Ledo ist liebenswürdig, gutmütig und verfügt über ein hohes Maß an Sozialverträglichkeit mit Menschen und Tieren. Autofahren, an Leine Gehen – alles Dinge, die Ledo im Flug gelernt hat.

Ledo eignet sich als Familienhund. Er ist ein regelrechter Kindskopf, liebt Spiele und tollt mit seinen fliegenden Ohren umher. Grundsätzlich darf in seinem Zuhause viel los sein, er mag Gesellschaft von Menschen und Hunden. Auch die Katzen findet er spannend.  Es ist denkbar, dass er auch Freundschaft mit Samtpfoten schließen kann, was wir aber nicht mit Absolutheit prüfen können. Ledo ist sehr sanftmütig und auch geduldig mit den Welpen.

Manchmal zeigt er noch Unsicherheiten, zum Beispiel bei lauten Geräuschen. Auch wenn er vermutlich ausgesetzt wurde, weil er zur Jagd nicht getaugt hat, bedeutet dies nicht, dass er keinen Jagdtrieb entwickeln kann! Eine entsprechende körperliche und geistige Auslastung sollte in jedem Fall gegeben sein.

Wir freuen uns über Euren Kontakt, wenn Ihr Ledo passend für Eure Familie und Eure Lebensumstände findet.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Ledo kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 20.11.2021

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Setter Mischling

Schulterhöhe

ca. 57cm

Gewicht

ca. 22,4kg

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt nach Einreise

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Welpenstation

Bundesland

Sardinien, Italien

Gesucht wird

Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Stefanie Richter


Mitglied des Vorstands
Vermittlung Hunde

Telefon: (0177) 32 68 50 9
E-Mail: stefanie.richter@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Englischer Setter

Setter auf Sardinien


Geschichte bzw. Herkunft

Was die Herkunft des Setters angeht, gibt es keine eindeutigen Dokumente. Auf vielen alten Gemälden ist ein mittelgroßer, langhaariger, meist weiß-bunter Jagdhund dargestellt, die damals “Vogelhunde” genannt wurden und wohl als die Vorfahren all unser langhaarigen Jagdhunde wie Spaniel, Große und Kleine Münsterländer, Deutsche Wachtel und anderer angesehen werden können. Es besteht die Vermutung, dass der Setter aus einer Kreuzung großer Spaniels mit dem Pointer hervorging. Bezeugt ist, dass 1555 der Earl of Northumberland Spaniels zum Vorstehen und Vorliegen abrichtete und die Hunde dieser speziellen Jagdweise als “Sitting Spaniels”, später auch als “Sitting Dogs” oder abgekürzt “Sitter” bezeichnet wurden Daraus soll sich der Name “Setter” abgeleitet haben.

In alten englischen Berichten wurde noch keine Trennung zwischen Spaniel und Setter gemacht, es ist unklar, wann die Trennung der beiden Rassen erfolgte, Anfang des 19. Jahrhunderts ist dann aber in der zeitgenössischen Literatur von “Setter” die Rede.

Ebenso besteht Unklarheit darüber, wann die Trennung der Setterrassen nach Haarfarben in Englisch Setter, Irisch Setter und Gordon Setter stattfand, sie kann lediglich auf den Zeitraum zwischen 1865 und 1875 eingegrenzt werden.

Auch das erste Vorkommen von Settern in Deutschland kann nicht klar belegt werden, am hannoverschen Königshof tauchen die ersten Exemplare Mitte des 19.Jahrhunderts auf.

Zu Beginn der systematischen Setterzucht wurde der Farbe noch keine große Bedeutung beigemessen, es gab sogar reinschwarze Exemplare. Ordnung in diesen Mischmasch brachte zunächst Edvard Laverack, der 1825 mit der systematischen Zucht des Englischen Setters begann. Dabei legte er anfangs noch großen Wert auf die jagdlichen Eigenschaften, bald jedoch wurde seine Zucht zu einer reinen Schönheitszucht, die durch exzessive Inzucht einen völlig homogenen Typ, der von manchen nur noch als” Laverack-Setter ” bezeichnet wurde, hervorbrachte. Er bevorzugte die belton-farbigen Hunde, also solche, die farbige Punkte oder Sprenkel auf weißem Untergrund aufwiesen.

Laveracks Nachfolger wurde R.L. Purcell Llewellin, der zunächst schottische (Gordon) Setter, dann irische und mit zwei Rüden aus der Laverack Zucht schließlich auch Englische Setter züchtete. Er legte zunächst zwar wieder Wert auf die jagdlichen Eigenschaften, exportierte dann aber im großen Stil in die USA und Kanada, so dass auch seine Zucht zu einer Massenproduktion wurde , bei der natürlich die Qualität auf der Strecke blieb.

Nach seinem Tod wurde der Englische Setter in England mehr und mehr zu einem reinen Ausstellungshund, während auf dem Kontinent mehr Gewicht auf die seine jagdlichen Leistungen gelegt wurden. Besonders in Italien werden Englische Setter in Field Trials leistungsgeprüft.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 7. Vorstehhunde
  • Sektion: 2.1 Britische und irische Vorstehhunde
  • Größe: Rüden 65-68cm, Hündinnen 61-65 cm
Erscheinungsbild
  • Körper: von mittlerer Größe, elegant in Erscheinung und Bewegung
  • Ohren: von mittlerer Länge, tief angesetzt, in einer Falte flach anliegend, der obere Teil ist mit feinem, seidigen Haar bedeckt, die Spitzen sind samtig
  • Augen : lebhaft, sanft und ausdrucksvoll, von haselnussbraun bis dunkelbraun, je dunkler, umso besser, nur bei Hunden mit der Farbe liver-belton ist ein helleres Auge zulässig, Augenform oval
  • Nasenschwamm: schwarz oder leberbraun, passend zur Farbe des Haarkleids, weit geöffnete Nasenlöcher
  • Fang: mäßig tief und viereckig mit nicht zu hängenden Lefzen
  • Kiefer/Zähne: kräftige Kiefer mit komplettem Scherengebiss
  • Rute: in Linie des Rückens angesetzt, mittellang, in einer leichten Kurve getragen, jedoch ohne Aufwärtstendenz, lange Befederung, die knapp unterhalb des Rutenansatzes beginnt, sich zur Mitte hin verlängert, dann zum Rutenende hin wieder kürzer wird, das Haar ist lang, glänzend, weich, seidig und gewellt, aber keinesfalls gelockt, in der Bewegung schlägt die Rute lebhaft von einer Seite zur anderen
  • Haare: vom Hinterkopf in Höhe des Behangs beginnend über den Körper verteilt leicht gewellt und seidig, aber nicht gelockt, die Oberschenkel der Hinterläufe und die Vorderläufe bis fast an die Pfoten sollen schön befedert sein
  • Farben: schwarz und weiß (blue belton), orange und weiß (orange belton), zitronenfarben und weiß (lemon belton), leberbraun und weiß (liver belton), auch tricolor ist gestattet, dieses besteht aus blue belton oder liver belton und tan, bei allen Farben werden Hunde mit überall vorhandener Tüpfelung (= belton) solchen mit großen Farbplatten vorgezogen
  • Gangwerk: freie, anmutige Bewegungen, die den Eindruck von Schnelligkeit und Ausdauer vermitteln, freie Bewegung aus den Sprunggelenken mit kraftvollem Schub
Rassespezifische Charakterzüge

Der Setter ist ein hochpassionierter Jagdhund, dessen typische Arbeit die Suche nach Federwild ist. Er sucht dabei mit hoher Geschwindigkeit ein ihm zugewiesenes Gelände auf Wild ab. Nimmt er Witterung auf, verharrt er regungslos (=Vorstehen) und zeigt seinem Hundeführer so den Sucherfolg an. Den Setter zeichnet besonders seine hohe Bereitschaft, mit seinem Hundeführer zusammenzuarbeiten aus.

Seine Jagdpassion ist zwar tief verwurzelt, dank seines ausgeglichenen und freundlichen Wesens ist er jedoch unter bestimmten Voraussetzungen auch als Familienhund geeignet.

Er ist, wie eigentlich alle Jagdhunde, zuhause ein ruhiger Hausgenosse und sein natürlicher, einfach unwiderstehlicher Charme begeistert seine Liebhaber immer wieder aufs Neue.

Haltungsempfehlung

Wie jeder andere Hund auch, sollte der Setter mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden und braucht natürlich Familienanschluss.

Wer sich für einen Setter entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass er einen hochpassionierten, sehr aktiven Arbeitshund zu sich nimmt, dem er die Möglichkeit geben muss, seine Neigungen auszuleben.

Idealerweise sollte ihm dazu eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit (Mantrailing, Rettungshundeausbildung, Fährtenarbeit, …)


Setter in Deutschland